Dienstag, 17. Juni 2014

Gunnison River Bread - nachgebacken

Gunnison River Bread - nachgebacken

 
 
 
 
 
 
Dieses, war neben dem Tourte de Meule, eines der ersten Brote, die ich aus Petra Holzapfels Brotkasten nachgebacken haben.
Der Erfolg, als auch der unnachahmliche Geschmack dieser Brote sprach für sich und so kommt dieses Brot nicht nur immer wieder auf meinen Tisch, sondern auch auf die Tische meiner vielen Freunde, die ja gerne mal an meinem persönlichen Brotglück teilhaben.
Ich war und bin immer wieder von der geringen Hefemenge dieses Brotes "angefixt", und mein altes Laborrattenherz schlägt höher, wenn ich mir vorstelle, welche biochemischen und vollkommen natürlichen Prozesse sich da im meinen feinen Teigen abspielen.  Ich komm mir vor wie Poison Ivy, nur das ich Batman nicht unbedingt mit Brot in die ewigen Jagdgründe befördern würden wollte. :D
 
Genug geplaudert, kommen wir zum elementaren Teil
 

Vorteig oder etwas feiner: "Poolish"

 
370     gr. Weizenmehl T65 ( oder 550)
370     gr. Wasser
 0,7     gr, Hefe   (wer keine Löffelwaage zur Hand hat, schaut in  Petras Rezept)
 
Der "Poolish" dümpelt gemütlich bei Zimmertemperatur dahin, wer abends ansetzt, kann ( sollte morgens loslegen......und ein gutes Zeitfenster zur Verfügung haben. Gutes Brot braucht Zeit!)
 
Am nächsten Morgen,
 
beginnen wir mit dem Autolyse Teig, ich hab bis heute keine so genaue Ahnung wozu das gut sein soll. Ist mir allerdings auch Banane, ich mach das weil eben, wie schon gesagt, der Erfolg für sich spricht! Petra hat sich auf ihrem Blog durchaus zu Recht gefragt, warum nicht die Gesamtmehlmenge vorgequollen wird. Aber es muss ja einen Grund geben. Mystifizieren wir unsere Brote also, das hat etwas Geheimnisvolles.
 

Autolyse

 
260      gr. Weizenmehl T65 ( oder 550)
160      gr. Wasser    ( Zimmertemperatur)
 
ab ins Küchenmaschinchen, kurz sauber durchkneten und innerhalb der nächsten 30 Minuten dafür Sorgen das sich der Teig wieder beruhigt.
 
 

Hauptteig

530      gr. Weizenmehl T65 ( oder 550)
150      gr. Wasser
    2      gr. Frischhefe
740      gr. Poolish
420      gr. Autolyseteig
  23      gr. Salz
 
 
 
Erste Tat, die Hefe im Wasser lösen, das das Mehl ins Schüsselchen sieben, Autolyse und Poolish zum Mehl geben, , Anschüttwasser mit der Hefe, zum Teig geben und 5 Minuten auf niedriger Stufe an kneten lassen. Es folgt mit Schwung das  Salz, weitere 5 Minuten auf Stufe 3 den Küchenknecht ( bei mir ist das die Kenwood) selig vor sich hin kneten lassen.
 
Zwischenzeitlich, ölen wir ein Schüsselchen als vorläufige Ruhestätte für unseren formschönen Teigball.
Bei mir ist das Herzchen ja meist ganz hübsch weich, aus diesem Grunde bekommt er im Ablauf von 2 1/2 Stunden zwei Stretch and Fold Zyklen von geschenkt. Also kurz wecken, einmal nach oben dehnen und nach unten falten. Pumps Deckel wieder drauf.
 
Nach Ablauf der Teigruhe, wirken wir zwei Brotlaibe, länglich, rund, wie es beliebt und des Genießers Herz erfreut.
Mit dem Schluss nach oben parken wir unsere Brote in den Gärkörben und lassen sie tatsächlich ein Schläfchen von 3 bis 3 1/2 Stunden einlegen.
 
 
 
 
 
 
Nachdem wir unsere Teige wachgeküsst haben, geht es ihnen ans Leder, wir schneiden schnell und präzise tiefe Schnitte in den Laib unserer Brote,  platzieren wir sie in den auf 250 Grad vorgeheizten Backofen. Alsdann genehmigen wir ihnen, durch einen kräftigen Schwaden, beste Sauna-Atmosphäre und backen etwa 35 bis 40 Minuten, die letzten 5 Minuten "entschwaden" wir unseren Backofen und backen bei leicht geöffneter Tür zu Ende.
Da entweicht ein himmlischer Duft.
 
Bon Appetit.  
 
 
 
 


Kommentare:

  1. Ach wie schön, dass es jemand gibt, der dieses Brot auch liebt! Ich habe erst kürzlich wieder dran gedacht und auf der Was-könnte-ich-mal-wieder-backen-Liste nach vorne befördert :-)

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  2. Jemanden? Oh, Petra...wenn DU wüsstest. Das wird mir quasi aus dem Ofen gerissen. Es ist eines unserer Lieblingsbrote, das zu so gut wie allem passt. Einfach toll. Danke DIR für dieses großartige Rezept.

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